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Der Anfang der Weisheit: die Gottesfurcht

„Furcht“ vor Gott zeigt in der Heiligen Schrift durchaus verschiedene Züge: Da gibt es das Erschrecken vor dem heiligen Gott und seinem Wirken, die „Gottesfürchtigen“ stehen den Hochmütigen gegenüber, gelobt wird die „Furcht des Herrn, die rein ist“ und „den Anfang der Weisheit“ bildet; aber es ist besonders im NT auch von einer Furcht die Rede, die „von der Liebe vertrieben wird“.

Ausgehend von den biblischen Zeugnissen, philosophisch-anthropologischen Überlegungen und nicht zuletzt eigener innerer Erfahrungen hat v.a. die monastische Theologie geradezu eine geistliche Psychologie entwickelt, in der auch die verschiedenen Arten von Furcht – manche schließen sich gegenseitig aus - herausgearbeitet werden. Welche Art von Furcht verträgt sich mit derjenigen Liebe, welche das Kennzeichen des Christgläubigen ist? Ist die Gottesfurcht ein Gefühl, eine Haltung oder ein Erleiden? Wenn die „Furcht des Herrn“ zu den Gaben des Heiligen Geistes zählt (Jes 11), dann muss sie auch für die Gotteserfahrung eine besondere Bedeutung besitzen. Es ist also nach der Verwurzelung in den geistig-seelischen Grundkräften der menschlichen Person zu fragen, und die Verwandtschaft der „Furcht“ zu anderen Regungen (z.B. dem Staunen), sowie ihre innere Beziehung zu Tapferkeit, Hoffnung und Liebe darzulegen.

14:00 - 15.00

Marianne Schlosser

Marianne Schlosser

 
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