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Zu den Quellen der Angst. Ein Versuch über das Abgründige.

Die nüchterne Feststellung vom "Mängelwesen Mensch“ (Arnold Gehlen) umschreibt die Quelle von Angst: die Endlichkeit. Zusammen mit ihren Begleitern Krankheit, Abhängigkeit, Alter durchsäuert Endlichkeit ein verletzliches Dasein. Diese Grundbedrohung ist erstmals von Kierkegaard analysiert worden: „So bin auch ich gebunden von einer Fessel, die aus dunklen Einbildungen gemacht ist, aus ängstigenden Träumen, aus unruhigen Gedanken, aus bangen Ahnungen, aus ungeklärten Ängsten ... [mehr]

Hanna Barbara Gerl-Falkovitz
 

Wenn der Wachhund zum Wolf wird: Angst in der Psychiatrie

Angst als eines der menschlichen Grundgefühle befähigt uns, mit neuen, verunsichernden Situationen besser zurechtzukommen. Da sie immer einen psychophysischen Alarmzustand hervorruft, ist sie im Lebenskampf hilfreich und nimmt gleichsam die Funktion eines „Wachhundes“ wahr. Völlige Angstfreiheit würde das Überleben verunmöglichen und ist deshalb keineswegs anzustreben. Problematisch wird die Angst dann, wenn sie überhand nimmt, inadäquate Stressreaktionen auslöst, unsere Gefühle dominiert und alle Aktivitäten blockiert. Das friedliche Haustier wird dann gleichsam zum „reißenden Wolf, der die Seele auffrisst“... [mehr]

Reinhard Haller
 

Der Anfang der Weisheit: die Gottesfurcht

„Furcht“ vor Gott zeigt in der Heiligen Schrift durchaus verschiedene Züge: Da gibt es das Erschrecken vor dem heiligen Gott und seinem Wirken, die „Gottesfürchtigen“ stehen den Hochmütigen gegenüber, gelobt wird die „Furcht des Herrn, die rein ist“ und „den Anfang der Weisheit“ bildet; aber es ist besonders im NT auch von einer Furcht die Rede, die „von der Liebe vertrieben wird“ ... [mehr]

Marianne Schlosser
 

Perfektionismus und innere Freiheit

Perfektionismus ist eine unfreie, neurotische Angst vor der eigenen Fehlerhaftigkeit, die die Seele erstarren lässt wie die Maus vor der Schlange. Nicht ein hohes Ideal wird angestrebt (das wäre normal), sondern aus seiner Ichhaftigkeit heraus idealisiert der Perfektionist das Selbst in unerreichbarem Ausmaß. Die natürliche Spannung zwischen dem "SOLL" und dem "IST" erlebt er als bedrohlich und kann sie nicht ertragen ... [mehr]

Raphael M. Bonelli
 

Ist Gott zum Fürchten?

Die Gottesfurcht leidet unter einem Popularitätstief unter uns Christen. Wir sind so auf unser Ego fixiert, dass wir ja Glauben und Religion und Gott nur noch für unsere seelische Wellness brauchen und gelten lassen. Warum soll ich mir das antun, dass ich Gott „fürchte“? Heutige Gläubige kritisieren mit Recht, dass auch im christlichen Bereich ein angstmachendes Bild eines stets bestrafungsbereiten Oberpolizisten-Gottes verkündet wurde. - Und doch führt für uns Christen kein Weg an einer recht verstandenen Gottesfurcht vorbei ... [mehr]

Karl Wallner